IGS Süd in Marseille (Erasmus+)
Eine Gruppe von 11 Schülerinnen und Schülern und zwei Lernbegleitungen der IGS Süd nahm an einem Erasmus+ Projekt teil und verbrachte die Woche vor den Herbstferien in Marseille:
Nachdem wir uns im Voraus bereits mit kulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und Frankreich sowie mit Aspekten sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit in Marseille befasst hatten, freuten wir uns sehr, als es endlich losging. Wir fuhren am Sonntag mit dem Zug aus Frankfurt los und je näher wir unserem Ziel kamen, desto größer wurde die Aufregung. Am Marseiller Bahnhof wurden wir schließlich von unseren jeweiligen Gastfamilien in Empfang genommen und abgeholt.
Am nächsten Morgen trafen wir uns in der Schule wieder. Dort merkten wir schnell, dass der Schulalltag in Frankreich sehr anders abläuft, als wir es aus der IGS Süd kennen. Für uns war es überraschend, dass das Schulgelände nicht einfach frei zugänglich ist, sondern am Eingang die Schülerausweise kontrolliert werden. Auch der Unterricht verlief ganz anders: Zuhören und Mitschreiben spielte eine viel größere Rolle als bei uns und insgesamt hatten wir den Eindruck, dass die Lehrkräfte oftmals deutlich strenger waren, als wir es gewöhnt sind. Nach dem Vormittag, an dem wir gemeinsam mit unseren jeweiligen Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern den Unterricht besuchten, von der Schulleiterin offiziell begrüßt wurden und in der Kantine zu Mittag aßen, brachen wir alle zusammen zu einer Tour durch die Stadt auf. Vom Palais Longchamp ging es über den alten Hafen bis hoch zur Basilika Notre-Dame de la Garde, dem Wahrzeichen von Marseille. Der anstrengende Aufstieg wurde mit einem beeindruckenden Blick über Marseille belohnt.
Während der Woche in Marseille, achteten wir immer wieder ganz bewusst auf die sehr verschiedenen Stadtviertel. So fiel uns auf, dass wir beim Abbiegen in das Viertel Noailles gleich ganz andere Gerüche und Geräusche wahrnahmen und das Viertel mit seinem täglichen Markt sehr lebendig und multikulturell auf uns wirkte. Im Viertel Le Panier fiel uns die Vielzahl an Cafés, Restaurants und kleinen Läden auf. Zudem konnten wir zum Beispiel anhand von Schlüsselkästen erkennen, dass dort viele Wohnungen als Airbnb vermietet werden. Immer wieder konnten wir so Prozesse von Gentrifizierung in der Stadt sehen.
Für viele von uns waren die Ausflüge in den Parc National des Calanques ein Highlight: An einem Tag unternahmen wir eine gemeinsame Wanderung durch den Nationalpark mit seinen eindrucksvollen Klippen und Schluchten. An einem anderen Tag fuhren wir mit dem Boot auf die Inseln IF und Frioule, die ebenfalls zum Nationalpark gehören. Wir hatten super Wetter und konnten sogar im Meer baden!
Die Abende verbrachten wir teilweise in unseren Gastfamilien und an manchen Abenden hatten wir auch gemeinsames Programm. Einmal machten wir ein gemeinsames Picknick am Strand und am letzten Abend stand ein Restaurantbesuch auf dem Programm.
Am Freitagmorgen hieß es dann nach dieser spannenden und ereignisreichen Woche auch schon „au revoir“. Wir nehmen viele schöne Erinnerungen mit und sind froh, dass wir uns auf das Abenteuer „Austausch“ eingelassen haben.
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„Im Vorhinein hatte ich am meisten Sorge, dass meine Gastfamilien nicht nett ist oder so. Diese Angst hat sich zum Glück nicht bestätigt – eher im Gegenteil: Meine Gastfamilie war super nett und ich werde mich noch lange an die spannenden Gespräche beim Abendessen erinnern.“
„Die meisten Sorgen hatte ich wegen der Kommunikation, weil ich kein Französisch kann. Aber das war kein Problem, weil meine Gastfamilie sehr gut Englisch konnte.“
„Ein besonders lustiges Erlebnis war als ich der kleinen Schwester von meinem Gastschüler aus einem Buch vorließ und es ihr gefiel, obwohl sie nichts verstand.“
„Der Tag begann erstmal mit einem Schokobrötchen, was ich von meinem Zuhause gar nicht gewöhnt war, da es meiner Meinung nach nichts Besseres, als ein herzhaftes Frühstück gibt.“
„Ich bin stolz darauf, dass ich trotz Heimweh in den ersten paar Tagen, die Reise gut genießen konnte. Ich bin sehr dankbar für diese tolle Chance, es war eine wirklich schöne und bereichernde Erfahrung für mich und ist meiner Meinung nach wirklich weiterzuempfehlen.“
„Die Aufregung war groß, als wir aus dem Zug in Marseille ausstiegen. Gleichzeitig verspürte ich auch etwas Angst, da es mein erstes Mal in einer fremden Gastfamilie war und ich nicht wusste, was mich erwarten würde. Als ich meine Gastfamilie schließlich persönlich kennenlernte, war ich anfangs sehr nervös, doch diese Nervosität verflog nach wenigen Minuten. Wir verbrachten einen großartigen ersten Abend zusammen.“
„Der Austausch war für mich eine tolle Gelegenheit, über mich selbst hinauszuwachsen und viele neue Erfahrungen zu sammeln.“
„Rückblickend auf diese Woche denke ich, lässt sich sagen, dass ich die Herausforderung vom Leben in einer Gastfamilie gut gemeistert habe, darauf bin ich sehr stolz.“
„Im Laufe der Woche gab es viele sehr schöne Momente und Eindrücke, und ich kann den Austausch jedem weiterempfehlen, der noch zweifelt.“
„Aber ich bin ganz stolz auf mich, dass ich auch ohne meine Freundinnen dann doch einfach mit nach Marseille gefahren bin. Es war dort so wunderschön und ich hätte das einfach verpasst, wenn ich dann doch nicht den Mut gehabt hätte, mitzufahren.“
„Ich fand die Erfahrungen im französischen Unterricht sehr interessant, bin aber trotzdem froh, dass ich in Deutschland an der IGS Süd zur Schule gehe.“
„Ein Moment, in dem ich stolz auf mich war, war die Rückfahrt im Zug. Da habe ich gemerkt, dass ich etwas völlig Neues allein ausprobiert habe, obwohl ich anfangs gar nicht wusste, was auf mich zukommt.“
„Der Austausch nach Marseille war eine tolle Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Ich habe viel über Sprache, Kultur und die Leute dort gelernt. Es war eine Woche voller neuer Erfahrungen.“
Hier der Bericht der Partnerschule:
https://www.stjomadeleine.org/fr/actualites/id-989-echange-avec-le-college-igs-sud-a-francfort










